Vorher, nachher und jetzt – ein wahrer Bericht

Wie war mein „Ist“ Zustand vor dem Seminar und wie ist er nach den neuen Erkenntnissen? 

Ich muss zugeben, dass mir das Seminar geholfen hat, mich in den Uni-Alltag einzuleben. Als ich im Oktober angefangen hatte Biochemie zu studieren habe ich eher gewartet bis Kommilitonen auf mich zugekommen sind. Mir fällt es zwar schwer, Fremden etwas zu erzählen (besonders wenn es dabei um mich geht). Aber ich weiß nun, dass ich diese schlechte Angewohnheit ablegen muss und auch lernen muss, mit Fremden gelassen und ruhig zu sprechen.  Ich werde ab jetzt versuchen daran zu arbeiten, damit ich mehr Wertschätzung und mehr Transparenz in mein Leben einbauen kann. 

Vor dem Seminar 

Mein größtes Problem, das sich bis heute noch bemerkbar macht, ist meine verschlossene und schüchterne Art gegenüber Menschen, die ich nicht gut genug kenne. Als Kind habe ich nur wenig geredet und habe meistens allein gespielt. Zum Glück konnte ich diese extreme Art im Laufe meiner Schullaufbahn schon etwas ablegen. Mein Problem heute ist und bleibt über mich selbst zu sprechen, besonders wenn es um das geht, was ich familiär erlebt habe. Das möchte ich jetzt allerdings nicht in  diesen Reflektionsbericht schreiben.

Deswegen bin ich sehr verunsichert und spreche nur mit meiner Schwester und meinem Freund über diese Probleme. Das hat aber auch den Grund dass viele Freunde sich zu wenig in meine Lage hineinversetzen können um mich zu verstehen. Daher fiel es mir auch schwer mich in der Uni einzuleben.  

Nach dem Seminar 

Am Anfang des Seminars war ich sehr skeptisch ob ich denn mit jedem zurecht kommen werde. Auch deshalb, weil ich die jüngste war. Doch die 3 Tage haben mir gezeigt, dass alle sehr nett im Umgang waren. Das Seminar hat mir mein Problem nochmals vorgeführt: Tag 1 war ich sehr schüchtern und unsicher, Tag 2 war schon etwas besser und an Tag 3 fand ich es schade, dass es schon vorbei war. Es hat mir gezeigt dass ich dringend lernen muss gleich zu Beginn mit den Menschen zu sprechen. Denn meine Unsicherheit ist unbegründet, ich weiß schließlich dass niemand etwas Böses will.  

Ich habe gelernt nicht nur auf das Gesprochene meines Gegenübers zu achten, sondern ebenso dieses zu deuten und zu verstehen, was man mir wohl damit sagen möchte. Denn nur so wird eine gelungene, angenehme Kommunikation entstehen. Missverständnisse gilt es zu vermeiden. 

Außerdem will ich versuchen, mehr Begeisterung zu zeigen und so eine optimistischere Lebenseinstellung zu bekommen. Dadurch erhoffe ich mir auch, dass ich nicht mehr das Gefühl habe einen unsympathischen Eindruck auf andere Menschen zu machen. Da diese Selbsteinschätzung von mir nicht im Seminar bestätigt  wurde, muss ich wohl auch an meiner Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz arbeiten.  

Ich glaube nicht, dass ich mich grundlegend ändern kann und plötzlich eine total offene Person bin, die viel Emotionen zeigen kann. Schließlich entwickelt sich Verhalten im Laufe dessen was man erfährt und erlebt. Aber ich glaube dass ich jetzt in der Lage bin meine Schwächen erkannt zu haben um gezielt daran zu arbeiten, Schritt für Schritt, bis ich von mir selbst sagen kann: Jetzt  hast du es geschafft, jetzt kannst du stolz auf dich sein.  

Dafür möchte ich mich nochmals herzlich für das Seminar bedanken. 

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